Über uns
Ärztliche Souveränität im digitalen Zeitalter.
Acht Ärztinnen und Ärzte haben die FDAM 2026 gegründet: als ärztliche Antwort auf das Tempo-Evidenz-Dilemma, mit versionierter, offen begründeter Orientierung für den klinischen Alltag.
Mission
Warum es die FDAM gibt
Die FDAM ist eine ärztliche Fachgesellschaft, die den verantwortbaren Einsatz digitaler und KI-gestützter Werkzeuge in der klinischen Praxis methodisch begleitet. Wir schließen die Lücke zwischen der Geschwindigkeit technologischer Entwicklung und der Gründlichkeit klassischer medizinischer Evidenzerzeugung, indem wir versionierte, lebende Orientierungspapiere zwischen Bedside-Praxis und S-Leitlinie publizieren. Wir verstehen Digitalisierung als Augmentation ärztlicher Kompetenz.
Digitale und KI-gestützte Werkzeuge verändern den ärztlichen Alltag schneller, als klassische Leitlinienverfahren neue Standards setzen können. Bis eine S3-Leitlinie ein Thema konsolidiert, haben Ärztinnen und Ärzte ein Werkzeug oft schon monatelang im Einsatz, ohne fachliche Orientierung. Dieses Tempo-Evidenz-Dilemma ist der Grund, warum es die FDAM gibt.
Drei Maßstäbe
Woran wir jede Empfehlung messen
Jede Empfehlung in einem Orientierungspapier ist an mindestens einen dieser drei Maßstäbe gebunden.
Versorgungsqualität
Trägt der Einsatz eines Werkzeugs nachweisbar zu besserer Diagnostik, Therapie und Patientensicherheit bei?
Arbeitsqualität
Verbessert oder verschlechtert der Einsatz die Arbeitsbedingungen der Menschen, die Versorgung leisten: Zeit, Belastung, Autonomie?
Begegnungsqualität
Was macht der Einsatz mit der Beziehung zwischen Ärztin oder Arzt und Patient:in: mit Zuwendung, Verständlichkeit und Vertrauen?
Werte
Vier Werte, in dieser Reihenfolge
- 01
Redlichkeit vor Reichweite
Wir sagen, was wir nicht wissen, auch dann, wenn eine klarere Aussage mehr Aufmerksamkeit brächte. Evidenzhonesty ist Struktur: Jedes Orientierungspapier enthält einen eigenen Abschnitt dazu, was wir nicht wissen und was wir beobachten werden.
- 02
Augmentation vor Automation
Digitale Werkzeuge unterstützen klinische Urteilskraft. Das ist eine methodische Haltung: Empfehlungen, die Ärzt:innen aus Entscheidungen herausnehmen, gelten als klärungsbedürftig, bis das Gegenteil belegt ist.
- 03
Unabhängigkeit vor Bequemlichkeit
Wir nehmen kein Industriegeld für die Entstehung von Orientierungspapieren und halten Regeln zu Interessenkonflikten ein, die strenger sind als in vielen Fachgesellschaften üblich. Das ist aufwendig und langsam. Das ist der Preis für Glaubwürdigkeit.
- 04
Gemeinsam vor allein
Wir arbeiten mit bestehenden Strukturen zusammen: mit der AWMF, mit Fachgesellschaften, mit Kammern, mit Patientenorganisationen. Wo eine Aufgabe andernorts besser gelöst wird, verweisen wir dorthin.
Abgrenzung
Was wir nicht sind
- Wir sind keine Industrievertretung.
- Wir sind kein Digital-Health-Think-Tank mit venture-affinem Vokabular.
- Wir sind keine CME-Plattform im Wettbewerb mit Verlagen.
- Wir sind keine Leitlinienorganisation in Konkurrenz zur AWMF.
- Wir sind keine Weiterbildungsstätte.
- Wir sind keine politische Lobby.
Diese Abgrenzungen sind bewusst und gelten dauerhaft.
Vorstand
Vorstand
Drei ehrenamtlich tätige Ärztinnen und Ärzte, gewählt von der Mitgliederversammlung am 14. Juli 2026. Der Vorstand vertritt den Verein nach § 26 BGB.
Prof. Dr. med. Christian Wülfing
Präsident und 1. Vorsitzender
Urologie · Asklepios Klinik Altona
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Fanny Senner
Vizepräsidentin und 2. Vorsitzende
Psychiatrie und Psychotherapie · ZfP Südwürttemberg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bodensee…
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Jan-Christoph Loh
Schatzmeister
Humanmedizin · Wellster Healthtech Group GmbH
Interessenerklärung in Abstimmung
Gründung
Gründungsmitglieder
Acht Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen haben die FDAM 2026 gegründet. Mitglieder mit Rollen in Unternehmen der Branche wirken mit offengelegten Interessen mit.
Prof. Dr. med. Christian Wülfing
Präsident und 1. Vorsitzender
Urologie · Asklepios Klinik Altona
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Fanny Senner
Vizepräsidentin und 2. Vorsitzende
Psychiatrie und Psychotherapie · ZfP Südwürttemberg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bodensee…
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Jan-Christoph Loh
Schatzmeister
Humanmedizin · Wellster Healthtech Group GmbH
Interessenerklärung in Abstimmung
PD Dr. med. Johannes Döscher
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde · Universitätsklinikum Augsburg
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Constantin Langenbach
Facharzt für Gefäßchirurgie · MVZ für Gefäßmedizin und Venenchirurgie Köln
Interessenerklärung in Abstimmung
Prof. Dr. med. Mandy Mangler
Frauenheilkunde und Geburtshilfe · Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Simon Senner
Psychiatrie und Psychotherapie · Zentrum für Psychiatrie Reichenau (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Konstanz)
Interessenerklärung in Abstimmung
Dr. med. Sven Jungmann
Humanmedizin · aiomics GmbH
Interessen offengelegt
Rechtsform
Verfasstheit
Die FDAM ist ein eingetragener Verein in Gründung (e. V. i. G.). Die Eintragung ins Vereinsregister ist beantragt, ebenso die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Der Vorstand vertritt den Verein nach § 26 BGB und ist ehrenamtlich tätig. Satzung und Geschäftsordnung veröffentlichen wir, sobald die Eintragung abgeschlossen ist.
Verhältnis zu anderen
Wie wir zu AWMF, Fachgesellschaften, Kammern und Industrie stehen
Gegenüber der AWMF und den medizinischen Fachgesellschaften verstehen wir uns als Ergänzung. Wo eine S-Leitlinie ein Thema bereits konsolidiert, verweisen wir dorthin. Mit Kammern und Berufsverbänden suchen wir den fachlichen Austausch, ohne deren Aufgaben zu übernehmen.
Einige unserer Mitglieder arbeiten in Unternehmen der Branche oder beraten sie. Sie wirken mit offengelegten Interessen mit und führen keine Empfehlung allein. Wir sprechen mit der Industrie, weil Ärztinnen und Ärzte ihre Werkzeuge im Alltag nutzen. Über die Empfehlungen entscheidet sie nicht.
Mitglied werden.
Ordentliche Mitgliedschaft für approbierte Ärztinnen und Ärzte, Juniormitgliedschaft für Ärzt:innen in Weiterbildung, assoziierte und außerordentliche Mitgliedschaft für angrenzende Disziplinen und andere Gesundheitsprofessionen.